Artifact – die TCG-Hoffnung der Stunde

Am 28. November erscheint das Trading Card Game Artifact. Das Strategie-Kartenspiel aus dem Hause Valve, das in Kooperation mit dem legendären Game Designer Richard Garfield (Magic – The Gathering) entwickelt wurde, könnte der nächste grosse eSports-Titel werden.

Wenn Publisher Valve ein neues Game ankündigt, dann sind alle Augen gierig darauf gerichtet. Valve konnte mit Grössen wie Dota2 und Counter-Strike bereits eine grosse Fangemeinschaft aufbauen und bietet mit diesen Titeln auch jede Menge kompetitiven Spielspass. Artifact, das auf dem MOBA-Titel Dota2 basiert, soll sich nun in dieses Angebot einreihen.

Auch eine Schweizer Organisation ist bereits vertreten

Bereits mehrere Monate im Vorfeld wurde spekuliert und geträumt, wie das virtuelle Kartenspiel daherkommen mag. Beta-Keys wurden online teilweise für rund 200.- Euro gehandelt und kaum waren diese im Umlauf, stürzten sich bereits etablierte eSportler darauf. Zu ihnen gehört die Schweizer Organisation epikk, die auch international eine der ersten Organisationen war, die ein Artifact-Roster bekannt gab. Die beiden Hearthstone-Athleten Bragi und Gibbin von epikk konnten bereits vor Release der Closed Beta total über 700 Stunden Spielzeit vorweisen.

Ganz anders als Hearthstone

Das Spiel unterscheidet sich in vielen Punkten vom hiesig beliebten Hearthstone. Als erstes fällt auf, dass der virtuelle Tisch tatsächlich dem MOBA Dota2 ähnelt. Nicht nur Charaktere und Lore wurden übernommen, sondern auch die Map mit den drei Lanes. Für Top-, Middle- und Off-Lane gibt es je einen Tisch mit dem Ziel, die 3 Towers und letztendlich den Ancient zu zerstören.

Im Gegensatz zum Kartenspiel von Blizzard sei es viel dynamischer, meint Remo Bügler, CEO von epikk. Es gäbe die Möglichkeit, auf gegnerische Spielzüge zu reagieren, noch bevor diese zu Ende sind. Ausserdem müssen die Spieler zu Beginn der Partie nicht warten, bis sich genügend Mana gebildet hätte, um Karten auszuspielen.

Insbesondere gefällt, dass Artifact sehr Community-orientiert entwickelt wurde. Wo sich Hearthstone beispielsweise sehr an „Casual-Gamern“ orientiert, hebt sich Aritfact vor allem durch die auf ein Minimum begrenzte Zufälligkeit in eine ganz andere kompetitive Klasse.

Grosses eSports-Potenzial

Remo Bügler sieht in Artifact sehr viel Potenzial als neuer eSports-Titel. Nicht nur, weil bereits viele international bekannte eSportler das Game gestestet und ihre Freude daran gefunden haben. Valve bringt zudem bereits sehr viel eSports-Erfahrung mit. Natürlich sei der hiesige Erfolg von Artifact als eSports-Titel aber auch abhängig von Turnier- und Liga-Organisatoren. International zeichnet sich schon grosses ab: So soll bereits im ersten Quartal 2019 ein grosses Turnier stattfinden, das mit einem 1 Millionen Preispool aufwartet.

Wer sich fit genug für eine erste Herausforderung fühlt, der kann am 30. November am Turnier teilnehmen, das von epikk organisiert wird. Weitere Infos dazu gibt es hier.

mm

Stefanie Holenweg

Moderatorin & Social Media Managerin

Als Stefanie Holenweg zu ihrem 10. Geburtstag eine N64 mit dem Spiel Zelda – Ocarina of Time geschenkt bekam, besiegelte dies ihr Schicksal in der Welt des Gaming. Ihre beiden Leidenschaften, Bloggen und Zocken vereint sie nun seit Anfang 2017 in ihrem Job als Moderatorin bei esports.ch.

Mehr von Stefanie Holenweg
News melden
Follow Us
Stay in the game!

Abonniere jetzt unseren Newsletter

Follow Us
eSports.ch