Fnatic Bando Titel

Fnatic Rising: Bando, die Renaissance!

Als Schweizer League of Legends-Kenner hat man in den letzten Monaten einen Transfer ganz sicher nicht verpasst. Toplaner Brian „Bando“ Ferrando ist bei der ganz grossen Organisation Fnatic gelandet. Ein Interview.


Julio : Also Brian, hast du es je erwartet bei Fnatic Rising zu landen?

Bando : Auf keinen Fall! Wer mich kennt weiss, dass ich eigentlich mit einer Profikarriere bereits abgeschlossen hatte. Ich war bereits für ein neues Schuljahr eingeschrieben und mein „neues Leben“ sollte eigentlich starten.

Ja und voila, jetzt sind wir da, die englische Struktur kündigte Anfangs August die Unterschrift des Vertrags an. Eine Überraschung für viele! Waren die Verhandlungen schwierig?

Nicht wirklich, ich wurde bereits vor ein paar Monaten von Fnatic kontaktiert, aber damals wollte es wegen verschiedenen Gründen nicht sein. Diesmal sagen wir einfach, dass ich die Chance nicht verpassen wollte. Ausserdem ist Nji, einer meiner ehemaligen Teamkollegen, ebenfalls im Team, was die Entscheidung vereinfachte.

Du hast also einen langen Weg hinter dir, kannst du uns die Geschichte ein wenig erzählen?

Klar, ohne Probleme, denn es ist etwas, was überall im eSports passieren kann. Ich war Teil des LDLC-Teams und die Organisation entschied sich, mich auf die Ersatzbank zu schicken. Danach verbrachte ich einige Zeit ohne Team oder Struktur und entschied mich anschliessend wieder in die Schule zu gehen.

Denkst du, dass es einen negativen Einfluss auf deine Karriere hatte, dass du in den vergangenen Jahren bei vielen verschiedenen Teams gespielt hast?

Nicht wirklich… Ich war meistens ein „Pick-Up“ für kurze Zeit, also glaube ich nicht, dass das zählte. Stell dir vor, du hast die Möglichkeit bei vielen verschiedenen Teams Erfahrungen zu sammeln, während du trotzdem ziemlich frei bleibst. Für mich war ich bei drei Orgas richtig mit dabei: GamsersOrigin, LDLC und jetzt Fnatic.

Leute beschuldigen dich gerne, dass du schnell „salty“ bist, wie damals bei LDLC. Was meinst du dazu?

Ach, das ist nie wirklich böse gemeint. Ich glaube jeder „trolled“ manchmal gerne ein wenig, ohne böse Absicht dahinter. Es bringt die Leute zum Reden und bringt ein wenig Atmosphäre in die Szene. Bei LDLC habe ich es vielleicht ein wenig auf die Spitze getrieben, da sie mich ja gebenched habe. Aber es ist alles gut.

Jetzt bist bei Fnatic ja in einer guten Atmosphäre angekommen, denkst du da bleibst du noch ein wenig?

Das sehen wir dann, ich habe einen Vertrag bis Ende Jahr. Danach sind eigentlich alle Türen offen, im Ausland oder auch in Frankreich. Wir haben ja noch ein paar Wettbewerbe vor uns, zum Beispiel Katowice, also habe ich noch ein wenig Zeit zum Schauen wie es läuft. Jedenfalls habe ich neue Motivation gefunden und bin bereit zu zeigen, was in mir steckt!

(Anm. d. Red: Das Interview wurde vor den European Masters in Katowice aufgezeichnet. Fnatic Rising scheidete im Halbfinale gegen Vodafone Giants aus.)

 

 

mm

Julio Mestre

Redakteur

Als Sportliebhaber ist es kein Wunder, dass Julio seine Liebe für Games mit Pro Evolution Soccer entdeckte. In FPS nicht besonders talentiert, wurde Dofus schnell sein Lieblings-MMO, bevor er Rainbox 6 Siege für sich entdeckte. Kompetitiv engagiert er sich in FIFA Pro Club und streamt damit auch auf Twitch. Er liebt es über alles was mit Games zu tun hat, egal ob schriftlich oder in Videoform.

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