Warum dieser Hype um Cyberpunk 2077?

Überall lesen wir davon, überall flackert uns der schwarz-gelbe Schriftzug über die Screens, überall wird fleissig vorbestellt, geleakt und gemunkelt. Am 10. Dezember soll es dann soweit sein. Einer der wohl meisterwarteten Titel der Videospielgeschichte erscheint: Cyberpunk 2077. Doch was genau ist Cyberpunk 2077? Und wie entstand dieser Hype um ein einfaches Videospiel?

Lasst uns die letzte dieser Fragen gleich als Erstes klären.

Woher kommt dieser ganze Hype?

Eine nicht unbedeutende Rolle im Cyberpunk 2077 Hype Konstrukt nimmt das Enticklerstudio hinter dem Spiel ein. Dieses nennt sich CD Projekt Red, ist ausserhalb von Cyberpunk 2077 vor Allem für die „The Witcher“ Reihe bekannt (jawohl, aus diesen Games stammt auch die Netflix Serie „The Witcher“) und gilt unter Gamern als absolutes Ehren-Entwicklerstudio. Seinen heldenhaften Status hat CDPR einigen schlauen Business- und Marketingentscheidungen zu verdanken, welche meistens im Sinne der Community und Gamer getroffen werden. Nur um ein paar davon aufzulisten:

  • CDPR als Entwickler verzichtet bewusst auf Microtransactions in ihren Games.
  • Der CEO Adam Kicinski sagte einst: “Wir überlassen die Gier den Anderen.”
  • Spiele aus dem CDPR Studio sind qualitativ extrem hochwertig.
  • Die beliebte, kopierschutzfreie Spieleplattform GOG.com gehört ebenfalls CDPR.

Alles in allem geniesst CDPR also einen sehr guten Ruf, eine eiserne Loyalität durch ihre Fans und ein kleines aber feines Portfolio an erfolgreichen Videospielen. Diese Faktoren haben massgeblich zum Hype rund um Cyberpunk 2077 beigetragen. Man könnte sagen: Was Valve seit Jahren mit Half-Life 3 gelingt, gelang CDPR im 2020 mit Cyberpunk 2077.

Fans warten schon lange darauf, die Tage (und vor Allem Nächte) in Night City zu verbringen.

Die Kombination aus (auch nicht immer) eingehaltenen Versprechen, hoher Qualität und das (tiefer greifende als man denkt) Verständnis für das Denken und die Wünsche der Gaming Community haben CD Projekt Red also zum Kultstatus verholfen. Und das meiner Meinung nach völlig verdient. Wenige Spiele haben mich derart in ihren Bann reissen können, wie es beispielsweise ein The Witcher 3 hat. Auf Schweizerdeutsch: Sind eifach geili Sieche.

Was ist an Cyberpunk 2077 denn so besonders?

Eigentlich nichts. Ganz ehrlich: Es gibt in diesem Spiel Elemente, die man vorher SO noch nicht gesehen hat. In DIESER Form. Aber der grösste Teil des Spiels lässt sich ganz einfach mit ‘Open-World-Action-RPG’ kategorisieren. Wie bereits bei „The Witcher 3“ erfindet Cyberpunk 2077 das Rad also nicht neu, sondern versucht, bereits bewährtes zu verwenden und an sehr vielen Stellen zu optimieren. So entsteht für den Spieler eine extrem immersive Umgebung verbunden mit einer vertrauten und dennoch neuen Erfahrung.

Die Aspekte, in denen Cyberpunk 2077 besonders glänzen soll, habe ich euch im folgenden Abschnitt nochmals hervorgehoben.

Night City

Der Schauplatz von Cyberpunk 2077 steht punkto Atmosphäre keinem andern Game in diesem Genre nach. Für manche Gamer fühlten sich die Dörfer und Städte in ‘The Witcher’ einen ticken zu leer und leblos an, obwohl da ja schon jede Menge los war. Diese ‘Actio’n dürfte sich mit Cyberpunk 2077 noch um ein Vielfaches steigern. Nicht im Bezug auf Schiessereien sondern im Bezug auf Realismus, Individualität, Nachtleben, Bezirke und Beziehungen. Viele Bewohner von Night City sind und leben von Kleinkriminalität oder dubiosen Geschäften. Egal ob Bandenkrieg oder Wahlkampfkampagne: Night City hält für jeden noch so abgebrühten Gamer eine Überraschung bereit.

Atmosphärisch gibt es nicht viele Videospielstädte, welche es mit Night City aufnehmen können.

Charaktere

Wie bereits in The Witcher versteht es CDPR einfach, euch virtuelle Pixelhaufen als eure besten Freunde zu verkaufen, nur damit sie euch später hinterrücks betrügen, entäuschen oder aus einer brenzligen Situation retten. Für jede Menge Gelächter, lustige Momente, Nervenflattern und Emotionen ist also gesorgt.

Das Fraktionssystem

Man kennt Fraktionen bereits aus anderen Videospielen aber in keinem Game interagieren die verschiedenen Fraktionen auf so einzigartige Weise miteinander. Eine Mission für eine Fraktion zu erledigen wird euch nicht einfach ‘feindlich gesinnt’ gegenüber anderen Fraktionen einstellen. Aber Leute kriegen mehr mit als ihr denkt. Und in Night City hat jeder seine Augen überall.

Fraktionen und ihre Gangs spielen in Cyberpunk eine grosse Rolle.

Story

Mit der Story soll Cyberpunk 2077 besonders glänzen. Anscheinend soll man zu Beginn die Hintergrundgeschichte seines Charakters wählen können um ihn dann während des Spiels eine ganz besondere Entwicklung durchgehen zu lassen. Je nachdem, welche Entscheidung man trifft, für welche Fraktion man arbeitet und welche Freunde oder Feinde man beseitigt oder am Lebens lässt, erwartet uns eine andere Endsequenz. Soviel steht schon fest: Die Story wird keinen Gamer kalt lassen, darin ist CDPR Experte.

Robotik

Der ganze Unterhalt von Night City gestaltet sich … speziell. Für Dinge wie Abfallentsorgung, Wartungsarbeiten, Sicherheit oder öffentliche Verkehrsmittel ist Night City auf den Einsatz von Robotik angewiesen. Als Robotik bezeichnet das Spiel kybernetische Veränderungen am Körper, sprich robotische Implantate, die eine Gehirn- oder Körperfunktion verbessern oder erweitern sollen. Der Psycho Squad, eine Spezieleinheit der Night City Police, kümmert sich um die besonders heftigen Fälle der Cyberpsychose, einer psychischen Beeinträchtigung in Folge von übermässigen kybernetischen Anpassungen. Wer also zu fest tweakt wird wahnsinnig. *ohoh*

Keanu Reeves

Und zu guter Letzt natürlich der Charakter, welcher unserem Protagonisten ohne Scham die Show stielt: Jonny Silverhand. Ursprünglich als Robert John Linder geboren, ist Jonny, welcher übrigens von Keanu Reeves gespielt wird, ein sehr bekannter und einflussreicher Künstler in Night City. Er war der Leadsänger der Band Samurai und eine der prominentesten Persönlichkeiten, die gegen die korrupte US-Regierung und die Megakonzerne in Cyberpunk 2077 kämpften. 

Nein, das ist nicht Neo im Pennerlook, das ist Jonny Silverhand.

Was wird zum Release passieren?

Ich glaube, dass die folgende Behauptung keinen von euch vom Hocker reissen wird: Halb Twitch wird Cyberpunk 2077 streamen. An dieser Stelle möchte ich euch 3 Tipps geben:

  1. Ladet euch das Spiel vor Release herunter, ausser ihr verfügt über eine Glasfaserleitung, dann kann der Download der Spieldateien manchmal schneller vonstatten gehen als die Entkryptung der preloaded Gamefiles.
  2. Spoilert euch nicht selbst mit externem Content. Cyberpunk 2077 ist ein Singleplayer Titel; meiner Meinung nach sollte da Jeder die grosse Welt, die tiefgründigen Charaktere und die Geschichte von Cyberpunk 2077 für sich selbst entdecken.
  3. Euer PC macht euch Sorgen? Falls ihr Cyberpunk 2077 auf Google Stadia kauft, erhaltet ihr den Stadia Controller und einen Google Chromecast Ultra gratis dazu. So habt ihr euer Hardware Problem ‘ausgetrickst’ und verfügt ausserdem noch über einen Stadia Account. ACHTUNG: Diese Aktion läuft laut Google bis zum 18. Dezember.

Unsere Meinung nach könnte der Cyberpunk 2077 Release ein absoluter Meilenstein in der Gaming und Streaminggeschichte werden und ich freue mich natürlich besondern auf meinen freigenommenen Nachmittag! Wir sehen uns im nächsten Video oder auf Twitch!

Reto out 😉

 

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Reto Canova

Moderator & Content Marketing

Reto berichtet passioniert und stets gut gelaunt - sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch - über aktuelle Geschehnisse in der Schweizer eSports-Szene. Als Gaming-Enthusiast der ersten Stunde und selbst kompetitiver Spieler befragt er eSports-Persönlichkeiten zu Strategien, analysiert Spielzüge oder bekämpft andere Tryhards online. In letzter Zeit trifft man ihn des Öfteren auch auf Twitch an.

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