Damian Fink: Unser Audiogott im LoL-Universum

Ein eSports-Match ohne Caster? Ein „Pentakill“ ohne Ansager? Ziemlich unvorstellbar. Zum Glück gibt es bei Riot Leute, die das ganze Spektakel auch fürs Ohr zu einem Erlebnis machen. Ein wichtiger Mann im Team kommt aus Zürich.

In rund einer Woche geht es wieder los, mit der neuen europäischen Saison der LCS – Entschuldigung, der LEC. Die Teams sind bereit, Caster ebenso und auch bei der Audioübertragung wird alles stimmen. Dafür sorgt unter anderem Damian Fink aus Zürich, seines Zeichens Audiotechniker bei Riot.

Vor knapp zehn Jahren arbeitete er noch als Audio-Freelancer, als er durch einen Auftrag von Riot Games in die Welt des eSports rutschte. Obwohl er vorher mit dem Thema nicht viel am Hut hatte, ist er heute aus dem League of Legends-Universum nicht mehr wegzudenken. Unter seiner Führung entstand nicht nur der All-Star-Event in Las Vegas, sondern auch der globale Livestream der Worlds 2018 in Südkorea.

Heute kann sich Damian die Arbeit in einem anderen Umfeld nur schwer vorstellen. Sein Engagement im eSports-Bereich erlaubt es ihm viel auszuprobieren, das in herkömmlichen Medienproduktionen nicht möglich ist. Das kommt nicht zuletzt davon, dass die Entscheidungsträger bei Riot immer noch Gamer sind, die entsprechend immer neue Dinge ausprobieren wollen und sich nicht von etablierten Ideen einschränken lassen.

Nebst den Audioproduktionen von Live-Events seien Podcasts ein stetig wachsendes Thema. Riot selbst bietet seit einiger Zeit den regelmässig erscheinenden Podcast „The Dive“ an. Und bei Audiotechnik ist es wie bei vielem: Klingt es gut, merkt man es normalerweise nicht, ist es schlecht, merkt man es dafür umso mehr.

Privat ist Damian Fink mit einer Tessinerin verheiratet und sie haben gemeinsam einen zweijährigen Sohn. Dieser ist wahrscheinlich noch ein wenig zu jung um selbst im eSports-Zirkus mitzuwirken, aber wer weiss was die Zukunft für seine Generation bereithält. Zurzeit wohnen sie noch in Amerika, überlegen sich aber zu Schulbeginn für den Kleinen wieder in die Schweiz zurückzukehren. Denn das amerikanische Schulsystem sei bei weitem schlechter als das unsere.

Seine kleine Heimat hat Damian also trotz seinen Reisen um den Globus nicht vergessen. Erst gerade letzte Woche machte er während seinem Weihnachtsaufenthalt in der Schweiz einen Abstecher ins MySports-Studio in Erlenbach. Grund dafür war Programmchefin Steffi Buchli, die er noch von früher kennt. Dort musste er feststellen: Sein privates Audiostudio ist deutlich grösser als das des Fernsehsenders. Die Vorteile eines Audiogotts im LoL-Universum, eben.

Nathan Leuenberger

Projektleiter & Redaktionsleiter

Schon mit dem ersten Gameboy, den er von seinem Vater "auslieh", begann Nathans Faszination für die Welt der Polygone, Bits und Pixel. Noch heute sind Games seine grösste Leidenschaft und haben mit der Entwicklung im Bereich eSports eine völlig neue Bedeutung bekommen.

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