Das ist Nina «Silverborn» Zweifel – Noonchi goes mental | Part 1

Der Name Nina Zweifel aka Silverborn ist in Schweizer eSports-Kreisen inzwischen ziemlich bekannt. Was oder wer steckt aber genau hinter dem Namen und der engagierten Person, von der man vielleicht erst den Namen aufgeschnappt hat?

Kein Grund zur Panik: Ich werde euch nun das allererste und exklusivste Porträt DER Nina „Silverborn“ Zweifel präsentieren:

Nina Zweifel, 24, macht momentan einen Master in Psychologie an der Uni in Zürich. Zu ihren Hobbies gehört Fussball spielen, Lesen, Gaming und ganz viel eSportes schauen, darunter LoL und – das von mir tot geglaubte – Overwatch. Ihre Freunde würden sie als offen, wertschätzend, fürsorglich und fleissig bezeichnen – dies widerspiegelt sich auch in ihren Taten im Schweizer eSport:

Bild: mYinsanity – Elias Inäbnit

Vor gerade mal 5 Jahren hat sich Nina einen PC zu getan (davor hat sie ein ganzes Jahr LoL auf dem Macbook gespielt…) und im Jahr 2017 hat sie dann bei mYinsanity begonnen. Die Videos, die sie damals erstellt hat, kann man auch heute noch ansehen, wenn ihr sie also in Verlegenheit bringen wollt, schaut dort rein.

Ab 2018 ist Nina aufgrund ihrer aufgeschlossenen Art, die von den Spielern sehr geschätzt wurde, sehr schnell in die Rolle der Athletenbetreuung gerutscht. Dies ist noch lange nicht alles: Gleichzeitig wurde sie im Management von mYinsanity begrüsst.

Ach, ihr dachtet das war alles? Natürlich nicht.

Während sie alle diese Dinge, neben ihrem Studium gemacht hat, hat sie an ihrem Projekt mYindset gearbeitet. Dies ist seit September 2020 nun aktiv und darf sich die erste spezialisierte Athletenbetreuung des Schweizer eSports nennen.

In Teamsessions wie auch in 1-on-1 Sitzungen wird auf der Personalebene ausgerichtet und Ziele definiert. Diese Art des Coachings hat Nina schon immer interessiert auf der Ebene des traditionellen Sports. So schaut sie gerne Dokumentationen von Teams, wie die Chicago Bulls «The Last Dance». Als sie aber in Berührung mit eSports kam, merkte sie schnell, wie wichtig Psychologie und Athletenbetreuung dort ist und wie wenig es bis jetzt gibt, und steuerte mehr in diese Richtung.

Aktuell hat sie also das mYindset Projekt, ist im Management von mYinsanity, macht ihren Master in Psychologie und hat obendrauf auch noch eine Stelle als Praktikantin bei Adamas eSports.

Adamas eSport ist ein Startup, beheimatet in Kanada, welches sich auf die Athletenbetreuung ausrichtet. Dies nicht nur für Teams wie Golden Guardians, Huston Outlaws, sondern auch für WoW-Teams wie Method. Dort ist sie hauptsächlich bei der Erstellung und Durchführung von Workshops und Bootcamps mit dabei.

Bild: mYinsanity – Elias Inäbnit

Auf die Frage, was ihre Träume und Ziele für den Schweizer eSports sind, hat sie zwei grosse Anliegen:

Das erste davon ist, dass mehr Menschen sich für den Athleten interessieren und die Organisationen qualitativ hochwertig, wissenschaftlich basiertes Coaching anbieten können, mit dem Menschen im Vordergrund. Dabei soll den jungen Spielern, die ansonsten keinen Zugang zu der Psychologie haben, dies ermöglicht und den Mehrwert davon weitergegeben werden.

Das zweite Anliegen wäre ihrer Meinung nach relativ einfach umzusetzen: Sie würde sich wünschen, dass jedes Team zum Beispiel einen Manager hat, der seinen Spielern ein offenes Ohr bietet. Dafür muss man nicht Psychologie studiert haben, sondern sich in erster Linie um die Spieler sorgen und sie unterstützen wollen. Das fehle heute noch in vielen Teams.

Als Bonus: eines ihrer Must-Read Bücher ist:

«Why we sleep» von Matthew Walker, für all die Gamer unter uns, die gerne mal die Nacht durchzocken und den Schlaf vernachlässigen. Man erinnert sich immer nur an Nächte, wo man nicht schläft, man denkt man muss coole Sachen erleben.» Es hat ihr jedoch gezeigt, dass gesunder Schlaf das Leben komplett ändern und die allgemeine Qualität verbessern kann.

Ihr wollt mehr von Nina? Euer Wunsch ist mein Befehl! Bleibt gespannt auf Teil 2 meines Interviews mit ihr, wo wir mehr über Frauen im eSport, was tun um als Spieler weiterzukommen und die eSports Szene generell reden!

 

mm

Julia "Noonchi" Ruprecht

Freie Redakteurin

Bereits mit jungen Jahren fand Julia ihre Begeisterung in magischen RPGs auf ihrem Gameboy und Gamecube. Mittlerweile ist sie in die Tiefen des PC-Gamings gefallen und hat sich in der Salzmine des Spiels League of Legends wiedergefunden. Ein starker competitor wurde nun aber das battle royal Warzone. Wenn sie also nicht damit beschäftig ist, an sämtlichen Hindernissen festzustecken, findet man sie für sich ein RPG geniessen, oder mitfiebern an jeglichen Schweizer eSport Events. Als Ausgleich zum Spielen investiert sie viel Zeit in den Content von E-Sport Organisationen, ihr Business Psychology Studium und ihr Sales und Marketing Internship.

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