Eintracht Spandau – Erste Prime League Season mit Höhen und Tiefen

Nach der regulären Season und den Playoffs fand am Sonntag das grosse Finale des Spring Splits 2022 der Prime League statt. Eintracht Spandau traf auf GamerLegion. Im Playoff Bracket konnte sich Spandau einen 3:0-Sieg sichern, im grossen Finale konnte jedoch GamerLegion die Serie 3:0 für sich entscheiden.

Der erste Prime League Spring Split für das Team von HandOfBlood war eine Achterbahnfahrt:

  • Die Season beginnt und EINS verliert vier Spiele in Folge
  • Halbzeit: EINS belegt mit vier Siegen und fünf Niederlagen den achten Platz
  • EINS kratzt die Kurve und legt einen acht Games Win-Streak hin
  • Platz zwei am Ende der Season
  • EINS verräumt GamerLegion (Erstplatzierter) 3:0 in den Playoffs
  • EINS verliert das grosse Finale gegen GamerLegion mit 0:3

 

Das ambitionierte Ziel, welches Präsident Knabe am Anfang der Saison angekündigt hat, wurde erreicht. Eintracht Spandau sichert sich den Platz an den EU Masters, dem grössten europäischen Turnier hinter dem LEC.

Prime League Grand Final

Im grossen Finale des Prime League Spring Splits trafen GamerLegion und Eintracht Spandau nach der Begegnung im Playoff-Bracket erneut aufeinander. In den Playoffs gewinnt die Eintracht klar, im Grand Final wird der Spiess umgedreht. Es ist der erste Titelgewinn für GamerLegion in der Geschichte der Organisation, für alle Spieler und auch den Coach ist es ebenfalls der erste Prime-League-Triumph.

 

Im ersten Spiel der Series erwischt GamerLegion einen unglaublich guten Draft und startet stark in das Spiel. Eintracht Spandau konnte kaum Druck auf den Gegner ausüben, mussten früh eine Mountain Soul abgeben und konnten der GamerLegion nur 31 Minuten die Stirn bieten.

Die Spiele zwei und drei waren weniger einseitig, geprägt von viel Hin und Her und engen Teamfights. Im zweiten Match sticht bei der Eintracht Leander “Kynetic” Sydekum mit seinem starken Aphelios heraus, sein Team wird aber schlussendlich von einem zwei Mann Backdoor überrumpelt. Pride gibt zwar sein Bestes während der Rest von Spandau mit dem Baron beschäftigt ist, es reicht jedoch nicht aus.

Das dritte Spiel der Serie dauert am längsten. 47 Minuten, 68 Kills, sieben Drachen und drei Barons. Schliesslich siegt GamerLegion. Ausschlaggebend war hier einerseits die Hextech Soul und die starke Performance von Ronan “jinjo” Swingler auf Jhin. Er erhält schlussendlich auch die MVP-Auszeichnung im Grand Final.

Thema MVP

Die Community durfte jeweils nach jedem Match der Prime League ihren Lieblingsspieler zum MVP küren. Schön und gut. Die Spieler, Coaches und Expertinnen konnten aber auch einen MVP für den gesamten Spring Split wählen.

Die Ergebnisse für den Prime League Season MVP setzen sich zu 50 Prozent aus den Votes der Spielern und Coaches und zu 50 Prozent aus Votes der elf Expertinnen zusammen. Die Votes sind hier einsehbar.

Über den Titel des “Most Valuable Players” darf sich in diesem Split der Stolz der Schweiz freuen. Mahdi “Pride” Nasserzadeh sichert sich in seiner ersten Prime League Season den MVP-Titel. Er spielte auf der Top-Lane eine entscheidende Rolle, entlastete stets seine Mitspieler durch gutes Laning und war ein grosser Faktor in vielen Teamfights.

Die Abstimmung war eindeutig. Zehn Prozent weniger Stimmen hat der Zweitplatzierte Toni “Sacre” Sabalic, Top Laner bei GamerLegion. Auf Platz drei folgt der Jungler für die Eintracht, Patrick “Obsess” Engelmann.

Nächster Halt: European Masters

Für die meisten Teams der Prime League ist vorerst Pause. GamerLegion, Eintracht Spandau und auch die Unicorns of Love Sexy Edition spielen aber bereits im April wieder weiter. Sie werden an den European Masters gegen die besten Teams der anderen European Regional Leagues antreten.

Die Unicorns of Love müssen bereits ab dem 4. April in der Play-In-Stage ran, der amtierende Prime-League-Champion und die Eintracht müssen erst ab dem 14. April an den Start gehen. Wir sind gespannt, zu was die Teams im europäischen Vergleich fähig sind.

Pride hat im Interview die Erwartungen hoch gesetzt: Sein Ziel ist der European Masters Titel. Er hat der Eintracht dafür aber bis im Sommer Zeit gegeben. Kein Druck also.

 

mm

Severin Stillhard

Online-Redaktor

Angefangen hat die Gamer-Karriere mit Pokémon Rubin. Mittlerweile hat er wohl jeden relevanten kompetitiven Titel ausprobiert aber leider nur mässig Erfolg gehabt. Ist jetzt auch nicht mehr so wichtig, da er nun auf eSports.ch seine Begeisterung für Games mit Menschen teilen kann und man dabei nur gewinnen kann.

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