Embracing the Cringe – Interview mit Mahdi „Pride“ Nasserzadeh

Vor dem neuen Jahr hatte ich das Vergnügen eines Interviews mit Pride. Gemeinsam haben wir hinter die Kulissen eines internationalen eSportlers geblickt, wie Prozesse der LEC laufen, sein vergangenes Jahr mit Vorsätzen verglichen und einen Blick in sein 2023 geworfen.

 

Von Fnatic Rising zu dem Verein von HandofBlood – Eintracht Spandau. Nicht nur der Verein hat sich für Pride im 2022 verändert, er durfte mit EINS auch seine künstlerische Ader näher entdecken. Die grösste Umstellung für ihn war die grosse Portion an Content die mit EINS kreiirt wird und ihn auch als Schauspieler gefordert hat. Die Videos sind immer mit viel Comedy bestückt und es steckt unheimlich viel Arbeit dahinter mit Skripten und vielen Takes. So haben sie alle Spieler zum Beispiel in einen Bus gesteckt und sind damit nach Paris gefahren. 

Da die Videos gerne ein bisschen “Cringe” sind, hat es Pride auch gelehrt dies in seinem persönlichen Leben zu akzeptieren.

EINS funktioniert mehr wie ein Sportverein als andere League of Legends Teams. Dies wiederspiegelt sich auch sehr in der Fanbase. Nach einem Spiel gehen die Spieler gemeinsam in die Kneipe die sie auch den “Bock” nennen, um gemeinsam mit den Fans Zeit zu verbringen. Da ist ein deutlicher Unterschied für Pride zu erkennen, denn alle sind immer extrem aufmunternt, sollten sie das Spiel verloren haben und die Spieler wie auch den Verein bedinungslos Unterstützen. Ausserdem verbringen die Spieler viel Zeit gemeinsam, gehen zum Beispiel zusammen Volleyball Spielen zwei mal die Woche und bilden ein stärkeres Gemeindschaftsgefühl als sich das Pride von vorherigen Teams gewohnt war.

Sein grosser Vorsatz EU Masters zu gewinnen, hat im 2022 leider nicht geklappt. Obwohl dies für einen ehemaligen EU Masters Finalisten frustrierend sein kann, sieht es Pride nicht so dramatisch. Dank des Vereins, seines eigenen Fortschritt in Game wie auch auf persönlicher Ebene und das kommende Jahr lassen ihn sehr positiv in die Zukunft blicken. Somit ist auch für 2023 sein Ziel EU Masters zu gewinnen. Das wichtige an EU Masters ist, dass die Gewinner dieser Liga bei allen LEC Teams auf einer Liste stehen und in der LEC spielen natürlich der Traum eines jeden League-Spielers ist. 

Aber wie kann es dazu kommen? 

Gemäss Pride gibt es mehrere wichtige Punkte: Streams, Twitter, Soloq und die Spiele in der Liga. 

Viele LEC Teams haben wie im traditionellen Sport “Scouts”, welche sich Streams der Spieler anschauen. In diesem Zusammenhang ist es sehr wichtig, ein eigenes Personal Brand zu haben, regelmässig zu Streamen und sich in den Streams, wie auch auf Twitter, so zu verhalten, das sein Verein einem auch aufnehmen will. Weiterhin werden auch auf SoloQ-Winrate und Rank geschaut. 

“Wenn du gut bist im Spiel, aber auch guten Content machen kannst, dann bist du sehr attraktiv für Teams, dann ist das ein ‘no brainer’”.

Ausserhalb des Contents und des Spiels, sollte auch ein gutes Auge auf Twitter geworfen werden. Im folgenden Clip erklärt Pride mehr dazu:

 Mit diesen Aussichten steht Pride nichts im Wege, 2023 für sich zu erobern. Wir wünschen ihm natürlich das Beste und fiebern bei den Spielen aktiv mit. Für die Leser und Leserinnen von eSports.ch hat Pride auch noch abschliessende Worte:

 

Pride’s Social Media Kanäle findet ihr hier: 

Twitter: Pride (@pride__lol) / Twitter

Instagram: Mahdi „Pride“ Nasserzadeh (@pride__lol) • Instagram photos and videos

Twitch: prideh – Twitch

mm

Julia "Noonchi" Ruprecht

Freie Redakteurin

Bereits mit jungen Jahren fand Julia ihre Begeisterung in magischen RPGs auf ihrem Gameboy und Gamecube. Mittlerweile ist sie in die Tiefen des PC-Gamings gefallen und hat sich in der Salzmine des Spiels League of Legends wiedergefunden. Ein starker competitor wurde nun aber das battle royal Warzone. Wenn sie also nicht damit beschäftig ist, an sämtlichen Hindernissen festzustecken, findet man sie für sich ein RPG geniessen, oder mitfiebern an jeglichen Schweizer eSport Events. Als Ausgleich zum Spielen investiert sie viel Zeit in den Content von E-Sport Organisationen, ihr Business Psychology Studium und ihr Sales und Marketing Internship.

Mehr von Julia "Noonchi" Ruprecht
News melden
Follow Us
Stay in the game!

Abonniere jetzt unseren Newsletter

Follow Us
eSports.ch