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Entwicklung von Artifact wird eingestellt

Eigentlich war Artifact, das Dota 2 Kartenspiel, bereits kurz nach Release gescheitert. Nun macht Valve den Sarg endgültig zu.

Es ist kein gutes Jahr für Videospiele, die mit A anfangen: Nachdem EA das Reboot von Anthem bereits aufgegeben hat, wirft nun auch Valve bei Artifact das Handtuch. Das Dota 2 Kartenspiel wird nicht mehr weiterentwickelt. Das Team hat am Donnerstag in einem Blogeintrag erklärt, weshalb die Entwicklung beendet wird.

Dass das Game bereits früh Probleme hatte, war dem Team bewusst: „Trotz guter anfänglicher Verkäufe fiel unsere Spielerzahl ziemlich rapide ab.“ Deshalb arbeitete man seit eineinhalb Jahren an einer Neukonzeption des Spiels. Die weiterhin tief gebliebene Spielerzahl haben nun aber zum Entscheid geführt, die 2.0-Version des Kartenspiels nicht mehr fertig zu entwickeln.

Trotzdem verschwindet Game nicht vollständig von der Bildfläche:

„Wir erkennen an, dass beide Versionen von Artifact immer noch Spieler haben und einen Wert für die Community darstellen. Aus diesem Grund öffnen wir beide Spiele, um sie für alle kostenlos zur Verfügung zu stellen.“

Die endgültigen Versionen von Artifact Classic und Artifact 2.0 Beta (umbenannt in Artifact Foundry) sind seit Donnerstag verfügbar. Foundry sei zwar technisch gesehen unfertig, gesteht das Team. Es fehle aber nur der Feinschliff und die grafische Gestaltung – das Kern-Spielkonzept sei fertig.

„Wir meinen kostenlos“

Die grösste Änderung bei beiden Versionen: Artifact wird komplett kostenlos. Alle Karten sind verfügbar oder können freigeschaltet werden. Wer Geld ins Spiel investiert hat, wird mit Sammlereditionen der Karten belohnt. Das Team betont: „Wir meinen auch kostenlos, wenn wir kostenlos sagen.“ Die Community wird weiterhin untereinander mit den Karten handeln können, der normale Marktplatz verschwindet aber. Zum Schluss danken sie der Community – das Team sei stolz auf die Arbeit der letzten Jahre, die sie auch mit Hilfe des Feedback der Spieler geleistet haben. Noch ist nicht bekannt, woran das Studio als Nächstes arbeiten wird.

Die Ankündigung der kostenlosen Version hat jedenfalls das Interesse einiger Spieler geweckt: Am Freitag erreichte die Classic-Version des Spiels über 1100 Spieler – am Vortag waren es gerade mal um die 30. Haucht dieser Boost womöglich Artifact noch ein zweites Leben ein?

 

 

Federico Gagliano

Online- Redaktor

Es war ein Nintendo 64 unter dem Weihnachtsbaum, der seine lebenslange Liebe zu Videospielen entfachte. Seitdem beschäftigt sich Federico mit allem, was mit Games zu tun hat. Nur die gelegentliche Jagd nach Playstation-Trophies lenkt ihn dabei ab.

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