ESL verbannt russische Teams von Pro League – will Spieler zulassen

In einem Statement gab Turnierorganisator ESL bekannt, dass russische Teams in der ESL Pro League Season 15 nicht zugelassen seien.

Konkret sollen zwei Teams nicht für die ESL Pro League Season 15 zugelassen sein: Virtus.pro und Gambit. Beide Teams stammen aus Russland. Damit folgt ESL dem Turnierorganisator BLAST, der bereits vor einigen Tagen denselben Schritt ankündigte.

Grund für den Ausschluss seien „offensichtliche Verbindungen zur russischen Regierung“, wie die ESL in einem Statement schreibt. Dies inkludiere Individuen und Organisationen, die von EU Sanktionen betroffen sind. „Wir anerkennen, dass Spieler nichts mit dieser Situation zu tun haben und glauben daran, dass es nicht im Sinne des eSports wäre, diese auf persönlicher Ebene zu sanktionieren.“ Die Spieler von Virtus.pro und Gambit seien berechtigt, unter neutralem Namen – ohne Sponsoren, Land oder Organisationen – an der Liga teilzunehmen.

Zudem pausiere die ESL jegliche, geplante Aktivitäten in der GUS-Region.

Virtus.pro fühlt sich „Unter Druck gesetzt“

Virtus.pro veröffentlichte am 1. März ein Statement zum Krieg in der Ukraine. Man fühle sich von Turnierorganisatoren unter Druck gesetzt, Virtus.pro geht sogar so weit, dass von Drohungen geschrieben wird. Konkret habe Dota 2-Turnierorganisator GAMERS GALAXY gefordert, dass Virtus.pro ein Statement zur Situation abgebe, ansonsten würden ihre Spieler von der Dota 2 International Series Dubai 2022 ausgeschlossen werden.

„Wir unterstützen keinen Krieg, egal ob in der Ukraine, Syrien, Afghanistan, Jugoslawien oder andere“, schreibt Virtus.pro im Statement. Diese Aussage folgt auf einen inzwischen gelöschten Tweet von RuHub, die wie Virtus.pro zur russischen ESforce Holding gehören.

In diesem Tweet wurde geschrieben, dass jegliche ESforce-Organisationen es unterstützen würden, dass Russland Truppen in die Ukraine schickten. Nach der Löschung teilte RuHub mit, dass ihr Account gehackt worden sei.

Nathan Leuenberger

Projektleiter

Schon mit dem ersten Gameboy, den er von seinem Vater "auslieh", begann Nathans Faszination für die Welt der Polygone, Bits und Pixel. Noch heute sind Games seine grösste Leidenschaft und haben mit der Entwicklung im Bereich eSports eine völlig neue Bedeutung bekommen.

Mehr von Nathan Leuenberger
News melden
Follow Us
Stay in the game!

Abonniere jetzt unseren Newsletter

Follow Us
eSports.ch