Lubo: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Lubo-Cup“

Bevor Luca Boller für dieses Wochenende nach London ans Gfinity-Turnier reist, sprach er mit uns über seinen neuen Lubo-Cup.

Bis vor einer Woche war Luca „Lubo“ Boller noch der einzige eSportler, der in der Schweiz Vollzeit angestellt ist. Inzwischen wurde diese Liste um fünf Personen ergänzt, seit Postfinance Helix den Betrieb aufgenommen hat.

Für ihn heisst das regelmässig streamen, an Turnieren teilnehmen und zudem als Content Creator und Coach unterwegs sein. Sein Stream ist inzwischen sehr beliebt: Am Freitagnachmittag übertrug Lubo seine wöchentlichen Spiele in der FIFA Weekend League und hatte immer um die 120 Zuschauer. Seine Community wächst stetig und das weiss Boller auch zu schätzen. Im Dezember führte er deshalb den ersten „Lubo-Cup“ durch, diese Woche folgte der zweite. „Da ich für diese 5 Franken monatlich jeweils etwas zurückgeben möchte, findet nun monatlich ein Cup statt, bei dem all meine Subs gegeneinander um tolle Preise spielen, während ich sie im Stream kommentiere“, so Boller gegenüber eSports.ch über sein neues Format.

Die Turniere werden immer im „Ultimate Team“-Modus durchgeführt, bei dem die Teilnehmer aus Sammelkarten der Profis ihr eigenes Team zusammenstellen. Dabei gibt es verschiedene Seltenheiten und Wertungen der Karten. Speziell am Lubo-Cup: Boller gibt jeweils eine Einschränkung zum Spieler-Lineup. So durften beim ersten Cup zum Beispiel nur Spieler der Raiffeisen Super League eingesetzt werden, oder beim zweiten Turnier hauptsächlich „Silber“-Spieler, die nicht wirklich hohe Wertungen haben.

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„Ich bin sehr zufrieden mit den letzten zwei Cups und habe mega tolles Feedback bekommen. Vor allem die Teamvorgaben, welche ich ihnen jeweils gebe, machen das ganze noch spannender.“ Das Format soll künftig weitergeführt und sogar noch ausgebaut werden. Eine Idee wäre auch ein Offline-Event draus zu machen oder mit einem Sponsoren direkt zu arbeiten, so Boller.

Nach London als Coach

Dieses Wochenende fliegt das eSports-Team des FC Basel nach London, um am ersten Major Tournament des Jahres teilzunehmen: den Gfinity FIFA Series. Lubo selbst wird da nicht aktiv als Spieler mitspielen: „Die Qualifikation war sehr schwierig für dieses Turnier, daher hat es leider kein Schweizer Spieler geschafft.“ Basel ist trotzdem mit drei Spielern vertretern. Tim „The Strxnger“ Katnawatos, Florian „Cody der Finisher“ Müller und Nicolas „Nicolas99FC“ Villalba konnten sich alle für das wichtige Turnier qualifizieren. Letzterer wird dabei sogar als Favorit gehandelt.

Während seines Aufenthalts in der englischen Hauptstadt wird Boller in seiner Zweitrolle als Content Creator und Coach fungieren. Zwar wird er das Gamepad nicht selbst in die Hand nehmen, aber: „Trotzdem bin ich aufgeregt und möchte natürlich, dass einer den Event gewinnen kann. Ich unterstütze sie dabei mit Tipps und schaue, dass die Social Media Channels während dem Event gepflegt werden.“

Mit seiner Weekend League sieht es bis zum Erscheinen dieses Artikels übrigens nicht schlecht aus. Er ist am Freitag mit 10-0 noch ungeschlagen und konnte dabei auch einen Profi-eSportler des belgischen Clubs Standard Lüttich bodigen. Vielleicht findet er ja in London noch Zeit, seine Weekend League erfolgreich zu beenden.

Nathan Leuenberger

Projektleiter & Redaktionsleiter

Schon mit dem ersten Gameboy, den er von seinem Vater "auslieh", begann Nathans Faszination für die Welt der Polygone, Bits und Pixel. Noch heute sind Games seine grösste Leidenschaft und haben mit der Entwicklung im Bereich eSports eine völlig neue Bedeutung bekommen.

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