mYinsanity in der Prime League: «Alles oder Nichts» im Summer Split

Auch wenn es schon eine Ewigkeit her zu sein scheint, fand vom März bis April der Spring Split der Prime League statt. Dort durften wir mit dem einzigen Schweizer Team mYinsanity mitfiebern. Für eine Top-Platzierung hat es noch nicht gereicht. Was können wir vom nächsten Split erwarten? Und was ist eigentlich mYinsanity Madhouse?

Der Spring Split

mYinsanity starteten als Underdogs in die Liga, doch sie konnten bereits im ersten Spiel gegen BIG alle Analysten und Fans überraschen. Trotz der Vorhersage sämtlicher Analysten, dass mYinsanity gewinnlos aus dem Split gehen würde, holten sie sich insgesamt 4 Wins und somit den 9. Platz. Kein Top Ergebnis, aber besser als erwartet.

 

 

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«Wir waren uns bereits im Vorfeld des Spring Splits bewusst, dass wir als Underdog auftreten werden müssen», meint Luca «Crowd» Hartmann, Product Owner mYinsanity. «Dies hatte einerseits damit zu tun, dass die sechs von Anfang an bekannten Teams aus LEC Academy-Teams, sowie in der deutschsprachigen LoL-Szene etablierten Teams bestanden, welche wohl ein erheblich höheres Budget aufwenden können.»

«Zugleich konnten wir auch lange nicht gegen aussen kommunizieren, dass wir in der Pro Division antreten werden, was die Suche nach geeigneten Spielern ein wenig erschwerte.» Daher habe man sich dann als Ziel gesetzt, so viel Erfahrung wie möglich im ersten Split zu sammeln, um umso mehr in den zweiten investieren zu können.

Sommersplit und die letzte Chance

Das Schwierigste steht dem LoL Team von mYinsanity nun bevor: sollten sie sich diesen Split nicht besser platzieren können, geraten sie in Gefahr, in die 1. Division abzusteigen. Ziel des Teams ist es, eine Konstanz zu erreichen wie zu Beginn und Ende des ersten Splits und diese über den Split hinweg zu halten. Das würde hoffentlich nicht nur ein Entweichen des Relegationsmatch mit den Gewinnern der 1. Division zur Folge haben, sondern vielleicht sogar einen Platz in den Playoffs sichern.

Das Roster für den Summer Split ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht definitiv, befindet sich aber in den letzten Phasen der Tryouts. Heisst: In ein paar Wochen werden wir vielleicht ein paar neue Gesichter im Team zu sehen bekommen.

Was für den Sommersplit sicher sehr wertvoll sein wird: Erst letzte Woche durfte mYinsanity Postfinance als neue Sponsorin begrüssen, was natürlich auch die Budget-Situation des Schweizer Teams verbessern wird.

mYinsanity Madhouse

Ein paar Fans waren verwirrt über das mYinsanity Team in der Hero League, das als «mYinsanity Madhouse» spielte. Der Grund für die Benennung des LoL-Teams, das national in der Hero League den Titel holte, war, um eine klare Abtrennung zum Prime League-Roster zu schaffen.

«Wir fingen an zu brainstormen, was für ein Namenszusatz zu unserem nationalen Team passen könnte, da uns “Academy” etwas zu plump vorkam. Die Idee mit Madhouse, also einem Irrenhaus, kam uns dann relativ schnell, da die Verbindung zu unserem Logo mit der Puppe und unserem Namen eigentlich auf der Hand liegt», so Luca «Crowd» Hartmann.

Ob das «Madhouse» Roster ein Comeback feiern, und ob mYinsanity in der Zukunft somit mehr als ein LoL-Team haben wird, ist noch ausstehend. Als Begründung wird der Fokus auf die Prime League genannt:

«Mittelfristig würden wir sehr gerne ein beständiges, zweites Lineup wie Madhouse aufbauen, welches lokale Talente fördert und ihnen den Schritt auf das höchste Niveau im deutschsprachigen Raum ermöglichen kann. Damit dies sinnvoll betrieben werden kann, gilt es aber nun zuerst einmal, im Sommer unseren Platz in der Pro Division zu sichern. Gleichzeitig ein zweites Projekt zu starten, würde unseren Fokus von diesem Ziel wegnehmen und damit wohl beiden Teams langfristig schaden.»

Mit diesen Aussichten hoffen wir natürlich auf beste Resultate für das mYinsanity-Team und fiebern ab dem 08.06.20 fleissig mit, wenn die Prime League in ihren Summer Split startet.

mm

Julia "Noonchi" Ruprecht

Freie Redakteurin

Bereits mit jungen Jahren fand Julia ihre Begeisterung in magischen RPGs auf ihrem Gameboy und Gamecube. Mittlerweile ist sie in die Tiefen des PC-Gamings gefallen und hat sich in der Salzmine des Spiels League of Legends wiedergefunden. Ein starker competitor wurde nun aber das battle royal Warzone. Wenn sie also nicht damit beschäftig ist, an sämtlichen Hindernissen festzustecken, findet man sie für sich ein RPG geniessen, oder mitfiebern an jeglichen Schweizer eSport Events. Als Ausgleich zum Spielen investiert sie viel Zeit in den Content von E-Sport Organisationen, ihr Business Psychology Studium und ihr Sales und Marketing Internship.

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