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‚Players‘ Review: Ein Muss für LoL-Fans?

Die neue Mockumentary-Serie ‚Players‘ nimmt LoL und eSports-Dokus aufs Korn. Sind die 10 Episoden aber eure Zeit wert?

Die erste Staffel Players ist zu Ende gegangen. Noch ist sie in der Schweiz nirgends erhältlich, die Comedy-Doku sollten aber alle eSports-Interessierte auf dem Radar haben. Denn Players ist eine Comedyserie im dokumentarischen Stil über E-Sports, die ein fiktives League of Legends-Team beim Titelkampf begleitet. Hauptfiguren sind Teamleader „Creamcheese“, der gerne etwas mehr verspricht, als er halten kann und der 17-jährige Neuzugang Organizm, der haufenweise Talent mitbringt aber an seiner Kommunikation arbeiten muss.

Zusammen sollen sie für ihr Team „Fugitive“ ihre erste Championship gewinnen – dafür müssten sie aber zuerst zusammenarbeiten.

Viel Lob für Players

Die Serie wurde mit grosser Spannung erwartet, weil sie von Dan Perrault and Tony Yacenda erschaffen wurde. Die beiden sind bereits dank ihrer Serie American Vandal bekannt. Wer die beiden Staffeln der True-Crime-Parodie gesehen hat, weiss, wie gut die beiden es verstehen, Internetkultur glaubwürdig rüberzubringen.

Das ist Players gelungen – noch sind erst wenige Reviews vorhanden, bei Metacritic erreicht die Serie aber eine Wertung von 80, bei Rotten Tomatoes sogar 94 Prozent. Der grösste Vorteil der Serie: Während andere Videospiel-fokussierte Serien meist erfundene Games einblenden, wird Players unter anderem von Riot Games produziert – die League-Plays sind deshalb genau so wie im echten Game. Das sorgt zwar auch für etwas Kritik: wer keine Ahnung von LoL hat, wird auch nach der Serie das Game nicht viel besser verstehen, da spezifische LoL-Begriffe nicht gross erklärt werden. Damit erlaubt sich die Serie aber auch immer wieder einen Spass.

Was die Serie aber trotz vielen Witzen gut einfängt ist, wie gross eSport inzwischen geworden ist. Und was das für Folgen hat – gute wie schlechte. Auch Nebenschauplätze wie der Unterschied zwischen professionellen Teams und Streamern werden beleuchtet und so realistisch aufgezeigt, dass man die Doku fast für echt halten könnte.

Bonnie Qu bei Polygon findet, die Serie sei zwar Satire, aber nie bösartig. Es sei ein ehrlicher Humor, der genau versteht weshalb eSport so viele anlockt und nicht mehr loslässt. Aber die Serie sei trotz allem sehr zugänglich, meint Laura Bradley von Daily Beast. Auch wenn man nichts von Games verstehe, wird man in die Story reingezogen und auch ohne Game-Verständnis bleiben genug Witze übrig.

Wir selbst haben auch reingeschaut und können die Serie nur weiterempfehlen. Zwar lacht man hier deutlich weniger als bei American Vandal, dafür ist die Geschichte umso glaubwürdiger und reisst mit – egal, ob man League liebt oder hasst.

 

Federico Gagliano

Online- Redaktor

Es war ein Nintendo 64 unter dem Weihnachtsbaum, der seine lebenslange Liebe zu Videospielen entfachte. Seitdem beschäftigt sich Federico mit allem, was mit Games zu tun hat. Nur die gelegentliche Jagd nach Playstation-Trophies lenkt ihn dabei ab.

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