Toplaner JNX (l) geht von SK Gamings LEC-Team in die League of Legends Prime League. (Archivbild)

SK Gaming greift mit «Superteam» in der Prime League an

Berlin (dpa) – Manche betrachten es als «Superteam»: SK Gaming hat mit seiner neuen Mannschaft in der Prime League viel Erfahrung in die deutschsprachige League-of-Legends-Liga geholt. Vier der fünf Spieler traten bereits auf dem höchsten europäischen Niveau in der LEC an.

Die Broadcast-Talente der Prime League sehen in ihrem Ausblick deshalb SK Gaming Prime in ihrem Power-Ranking bei «Summoner’s Inn» auch ganz vorne. Auch die Leitungsrunde von Eintracht Spandau beschäftigte die Aufstellung im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur im Dezember als große Konkurrenz um den Titel.

«SK hat ein gewisses Selbstverständnis»

«SK hat schon auch ein gewisses Selbstverständnis in Deutschland. Es geht uns dann ein bisschen auf den Sack, wenn sich da zwei Berliner und ein Hamburger Team hinstellen und die ganze Zeit erzählen, wie sie den Titel unter sich ausmachen», sagt Alexander Müller, Geschäftsführer von SK Gaming, mit einem Grinsen im dpa-Interview. «Wenn der Markt das hergibt, dann bauen wir das Team jetzt auch so, dass wir den anderen mal Paroli bieten.»

Allerdings: «Ein Roster ist nur so gut, wie es auch Ergebnisse einfährt. Aber wenn die Jungs ihr Potenzial abrufen und so spielen, wie sie das im Moment zeigen, dann kann die Reise sehr weit gehen.» Doch die Zielsetzung ist klar: Einen der beiden Qualifikationsplätze zu den EMEA Masters bekommen – und dann «im Hauptfeld tief gehen».

Millionenbeträge für League-of-Legends-Teams

Erledigen sollen das: Toplaner Janik «JNX» Bartels, der 2022 noch in der LEC für SK spielte; Jungler Lukas «Lurox» Thoma, der von Unicorns of Love: Sexy Edition kommt; Midlane-Veteran Fabian «FEBIVEN» Diepstraten, der bereits für Fnatic und Misfits in der LEC spielte; Botlaner Tim «Keduii» Willers, der mit BIG 2021 den deutschen Meistertitel und mit Giants den zweiten Platz der spanischen Liga LVP im Sommer 2022 holte; sowie Support Olivier «Prime» Payet, der von Eintracht Spandau zu SK Prime wechselt.

Insgesamt habe SK rund 2,5 bis 3 Millionen Euro in seine League-of-Legends-Teams investiert – vor allem auch in das neue Team in der LEC. «Diese Transferperiode war anders für uns», sagt Müller. «Wir sind mit breiter Brust rein und haben eigentlich auch mit allen S-Tier-Spielern Gespräche geführt.»

SK holt Botlane-Duo aus LFL in die LEC

Der vielleicht wichtigste Neuzugang ist das Botlane-Duo Thomas «Exakick» Foucou und Mads «Doss» Schwartz, die vom französischen Meister LDLC OL kommen. Müller sieht das neue LEC-Team als «Wunsch-Lineup» und erwartet: «Im Schnitt sehe ich uns angreifen Richtung Playoffs.»

Für die erste Woche in der LEC sagt er: «Wollen wir 3-0 gehen? Klar. Ist das realistisch? Nö. Kann’s trotzdem passieren? Keine Ahnung!»

Die neue Saison der Prime League beginnt am Donnerstag, am Samstag folgt der erste Spieltag der LEC Wintersaison.

mm

dpa

Deutsche Presse-Agentur

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