Valorant: Ovation und SPARX in der VRL Evolution

Die Qualifier der Valorant DACH-Liga „Evolution“ sind durch, die Teams sind gesetzt. Unter den acht Teams der Liga konnten sich auch zwei Schweizer Organisationen durchsetzen.

Plötzlich ging alles schnell: Im Dezember kündigte Riot Games die offizielle Valorant DACH-Liga an, nun sind die Qualifier schon durch und wir haben acht Teams in der kommenden Liga.

Unter den acht Teams, die sich qualifizieren konnten, finden wir auch zwei Schweizer Organisation: SPARX Esports und Ovation Esports. Beide Schweizer Organisationen konnten sich in den Qualifiers gegen die 96 anderen Teams durchsetzen und sind nun Teil der Liga.

„Wir sind seit den Anfangszeiten in Valorant aktiv und haben stets auf das Ziel in der höchsten DACH-Liga mitzuspielen hingearbeitet. Dementsprechend ist die Qualifikation für uns ein grandioser Erfolg“, erzählt uns Ovation Co-Founder Leonard Cohrs. Auch Yonghan Lee, Managing Partner bei SPARX Esports freut sich: „Das ist riesig für uns, aber auch für die Schweiz allgmein, in einer solchen DACH-Region mit dabei zu sein. Persönlich freut es mich auch, dass Ovation den Sprung ebenfalls geschafft hat“.

Last Minute Vorbereitungen

Viel Zeit zur Freude bleibt den Teams jedoch nicht, denn am 14. Februar startet die Liga bereits – heisst zwei Wochen. Auf der Vorbereitungsliste von SPARX gibt es jetzt noch einige Dinge, die so kurzfristig erledigt werden müssen. Lee: „Wir müssen noch Shirts für die Liga drucken und diese Woche steht noch ein Media Day an in Berlin für unsere Spieler. Das muss auch noch koordiniert werden.“ Gerne würde man noch ein Bootcamp organisieren, vor dem Start des ersten Splits wird das aber wohl etwas kurzfristig.

Ähnlich sieht es bei Ovation aus, auch wenn man dort sich schon auf die spielerische Vorbereitung fokussiert: „Unser Staff-Team, bestehend aus Coach und Analyst, sind bereits dabei, die anderen Teams zu analysieren. Bereits Mitte Februar beginnt der Wettkampf. Es ist also alles sehr eng gestaffelt, und leider haben wir gar nicht so viel Zeit zur Vorbereitung wie wir es uns wünschen würden.“ Natürlich müssen die Ovation-Spieler am Donnerstag ebenfalls in Berlin eintrudeln.

So weit ist dieser Weg für viele Spieler jedoch nicht, denn bei beiden Rostern findet man mehrheitlich deutsche Spieler.

Wo sind die Schweizer Talente?

Beide Schweizer Organisationen treten ohne Schweizer Spieler in der Valorant Evolution-Liga an. Dass die Schweiz keine Talente habe, das würden jedoch beide Teams dementieren. Cohrs von Ovation meint: „Valorant ist ein sehr junges Game und in der Schweiz gibt es extrem talentierte Spieler, und es werden immer neue dazukommen. Dennoch fällt es auf, dass wenig Schweizer auf höchster Ebene mithalten können. Woran dies liegt, vermögen wir zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht zu sagen.“

Yonghan Lee sieht Hoffnung in der bald startenden Amateurliga Project V: „Wir hoffen, dass sich durch Project V gute Schweizer Spieler präsentieren und für Teams empfehlen können. Wir wären sich eine der ersten Organisationen, die sich die Spieler anschauen werden.“ Da dürfte es künftig sogar zu spannenden Scoutingduellen kommen, denn Ovation hält die Augen ebenfalls offen: „Wir beobachten auf jeden Fall weiter die Schweizer Valorant Szene, um aufstrebende Talente frühzeitig zu scouten.“

Plötzlich Semiprofi

Für die Teils jungen Spieler wird sich das Leben jetzt etwas verändern. Denn mit der offiziellen Valorant-Liga, sind sie plötzlich auch verpflichtet, neben ihren Tätigkeiten im Hauptberuf oder Studium, regelmässig an der Liga teilzunehmen.

Von beiden Organisationen gibt es dafür eine Entlöhnung. Bei Ovation Esports erhalten die Spieler laut Leonard Cohrs obendrauf ein „Nachhaltiges Athleten Package“. Dies beinhalte nebst Nachhilfeunterricht auch Fitnesstraining und verschiedene Coachings. So wolle man dafür sorgen, dass die jungen Athleten auch ihren Berufs- und Schulalltag nicht vernachlässigen.

Die Valorant DACH-Liga „Evolution“ startet am 14. Februar mit ihrem ersten Split. Dieser dauert bis am 20. März, danach geht es in die Playoffs. Die Ambition bei beiden Schweizer Teams ist klar: In den Playoffs wollen sie mit dabei sein. Die Spiele können live auf dem offiziellen Twitch-Kanal mitverfolgt werden.

Nathan Leuenberger

Projektleiter & Redaktionsleiter

Schon mit dem ersten Gameboy, den er von seinem Vater "auslieh", begann Nathans Faszination für die Welt der Polygone, Bits und Pixel. Noch heute sind Games seine grösste Leidenschaft und haben mit der Entwicklung im Bereich eSports eine völlig neue Bedeutung bekommen.

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