MultiVersus

Vier Tage MultiVersus – Das Game ist gut

Seit dem 20. Mai ist die Closed Alpha vom Smash-Klon aus dem Hause Warner Bros spielbar. Das für mich überraschende Fazit: MultiVersus macht Spass. Unglaublich viel Spass sogar.

Es ist offensichtlich: MultiVersus ist der Versuch von Warner Bros. Ihr eigenes Smash-Spiel auf den Markt zu bringen. Es ist bei weitem nicht der einzige “Smash-Klon” auf dem Markt. Rivals of Aether, Brawlhalla oder sogar Nickelodeon All-Stars Brawl. Irgendwie kommt aber für mich keines dieser Games an den Spielspass von Super Smash Bros. Ultimate heran. 

MultiVersus hingegen schon.

Alleine das Announcement des Spiels liess mich aufhorchen. Denn das Setting ist ziemlich absurd. Alte Bekannte aus der Kindheitsserie Looney Tunes kämpfen in einem 2D-Platform Fighter gegen moderne Warner Bros. Charaktere wie zum Beispiel Arya Stark (Game of Thrones)? Ihr habt mein Interesse. 

Was auch von Anfang an sehr interessant war: Die Devs versprechen, dass der Aspekt von Tag-Team Action stärker priorisiert wird als bei Super Smash Bros. Mein einziges Bedenken, nachdem ich erste Gameplays gesehen hatte, war, dass alle Charaktere ein wenig “floaty” wirken und Angriffe nicht dasselbe Gewicht rüberbringen wie bei Smash.

Am 20. Mai war es dann endlich so weit: Die Closed Alpha startet.

Ab in die MultiVersus Alpha

Glückliche Auserwählte dürfen das Spiel erstmals testen. Durch viel Glück habe ich es auch in die Closed Alpha geschafft. Ich starte das Spiel und nach dem Tutorial und einigen 2v2-Spielen bin ich positiv überrascht. Es fühlt sich richtig an. Die Matches machen Spass, das Online-Erlebnis verläuft lagfrei und auch sonst kommt das Game als Ganzes sehr sauber daher.

Am besten gefällt mir der Tag-Team Aspekt. Es gibt zum Beispiel Support-Charaktere, die wirklich viel mit dem Mitspieler interagieren und ihn auf verschiedenste Arten unterstützen können. Zum Beispiel Scooby Doo-Superbrain Velma, kann mit ihren Moves ihre Verbündeten stärken oder durch sie ihre Attacken stärker machen. Ähnliche Strategien fehlen in Super Smash Bros. gänzlich. 

Auch das Perk-System ist interessant: Jeder Spieler kann bis zu vier passive Anpassungen für seinen Charakter wählen. Mehr horizontaler Knockback, einen 3. Jump wenn man den Gegner in der Luft trifft und so weiter. So kann das Feeling vom Charakter der Wahl an die eigenen Wünsche angepasst werden. Interessant ist auch, dass nicht mit “Stocks”, also Leben pro Person, gespielt wird. Gewonnen hat ein Team, wenn es vier Knockouts erzielt. Man kann rein theoretisch dieselbe Person vier mal aus dem Ring bugsieren und sich so den Sieg sichern. 

Eine weitere Feinheit, die das Spiel noch besser macht ist die “Best-Of-Three” Funktion: Nach dem ersten Match können alle Spieler auf ein Rematch einwilligen. Dann wird aus dem einen Spiel eine Best-Of-Three Serie. Generell ist die Online-Experience im Vergleich zu Ultimate unglaublich angenehm und lagfrei. Und dann funktioniert das Ganze auch noch einwandfrei mit Crossplay. Und es ist kostenlos.

That’s not all, Folks!

Aber die Lobeshymne endet noch nicht! Denn auch das Roster ist vielfältig. Momentan gibt es zwar erst 13 spielbare Charaktere, das Roster soll aber schnell wachsen. Und die Charaktere, die man spielen kann, funktionieren gut. Die Move Sets passen zu den Charakteren und den Universen, aus denen sie entstammen. 

Das Parade-Beispiel sind für mich Tom & Jerry. Jeder Move von diesem Charakter ist eigentlich nur ein Versuch von Tom Jerry zu erwischen. Nebenbei verprügelt er halt leider noch seine eigentlichen Gegner. Und das Stichwort Tom bringt mich schon zum nächsten Kompliment: Die Sounds sind unglaublich gut. Tom gibt bei jedem seiner Tode einen schönen Old-School Schmerzschrei zum besten. Auch sonst hören sich die Attacken sehr gut an. 

Und dann sind da noch die Interaktionen zwischen den Charakteren. Shaggy macht sich beispielsweise über Batman und seine Gadgets lustig, wenn er ihn aus dem Ring wirft: “Zoinks, man! And you had all those little gadgets, too!”

Eigentlich gibt es an diesem Game meiner Meinung nach gar nicht mehr viel auszusetzen. Das Einzige was mich irritiert ist die Schadenszahl, die nur direkt unter dem Charakter sichtbar ist und nicht wie bei Smash unten auf dem Bildschirm fixiert bleibt.

Ich geniesse nun noch die letzten Tage der Closed Alpha und freue mich dann auf die Open Beta im Juli. Ich bin mir sicher, MultiVersus wird ein gutes Spiel. Auf eure Meinungen bin ich gespannt, wenn ihr euch in der Open Beta selbst ein Bild machen könnt. Und vielleicht wird es sogar ein erfolgreicher eSport-Titel. Wer weiss.

 

mm

Severin Stillhard

Online-Redaktor

Angefangen hat die Gamer-Karriere mit Pokémon Rubin. Mittlerweile hat er wohl jeden relevanten kompetitiven Titel ausprobiert aber leider nur mässig Erfolg gehabt. Ist jetzt auch nicht mehr so wichtig, da er nun auf eSports.ch seine Begeisterung für Games mit Menschen teilen kann und man dabei nur gewinnen kann.

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