Zurück in die Scherbenwelt – oder auch nicht

Am 1. Juni ist es so weit: Die Erweiterung “Burning Crusade” für die Classic Version von World of Warcraft wird veröffentlicht. Gibt es jetzt einige Anpassungen oder bleibt Blizzard bei #NoChanges?

Im Jahr 2008 erschien Burning Crusade als erste Expansion für das WoW-Universum. Nach dem Launch von World of Warcraft Classic, einer Rekreation der ursprünglichen Experience, ist es nun Zeit für den Release der ersten Erweiterung für Classic. Anfangs versprach Blizzard: “No Changes”. Bei der Expansion wird jedoch nicht alles genau so beibehalten wie damals. Bugs werden beseitigt, die Raids werden ein wenig schwieriger und das Matchmaking für den “neuen” Arena Modus wurde verbessert. Also doch eher “some Changes”. Passt das der Audience?

 

Microtransactions in Classic

Das Versprechen von Blizzard war: “No Changes”. Das Problem: So toll war “No Changes” gar nicht, gewisse Bugs wurden übernommen und gut gebalanced war das Spiel auch nicht. World First Raids waren keine engen Kopf an Kopf Rennen, die Spieler konnten den gesamten Content viel zu schnell zu Ende spielen. Wichtig war es, das Spielgefühl zu bewahren. Dazu tragen Bugs nicht wirklich bei. Die Playerbase ist – wie immer – gespalten. Einige freuen sich über die Anpassungen, andere finden es ist Hochverrat. Blizzard hat sich auf jeden Fall für #SomeChanges entschieden. Besonders für Diskussionen sorgen die Mikrotransaktionen, die nun mit der ersten Erweiterung ebenfalls in Classic eingefügt wurden. Die Abwesenheit solcher war für viele Spieler ein Grund, wieso sie überhaupt zu Classic wechselten.

 

Seit dem 19. Mai ist der Pre-Patch für Burning Crusade live. Es können alle Spieler mit einem Wow Classic Charakter auswählen, ob sie in die Scherbenwelt reisen wollen oder doch lieber Azeroth treu bleiben. Man kann die Charaktere auch für Echtgeld klonen lassen, damit man beide Erfahrungen durchspielen kann. Die Fans sind nicht happy. 

 

Ausserdem gibt es nun die beiden Rassen Draenei und Blutelfen, damit sie rechtzeitig für den Launch der Erweiterung auf Level 60 gebracht werden können. Das Dunkle Portal und der Scherbenwelt Content wird ab dem 1. Juni verfügbar sein.

 

Arena eSports im Anflug

Damals in 2007 erschien mit der Burning Crusade Erweiterung der Arena PvP Modus in World of Warcraft. In drei Arenen konnte damals 2v2, 3v3 oder 5v5 Matches gespielt werden. Diese Erweiterung machte WoW zum eSport mit verschiedenen offiziellen Turnieren wie zum Beispiel “the World of Warcraft Arena Tournament”. Mit den Matchmaking Changes wird Arena PvP auch in der Classic Expansion interessant werden.

 

Wie im Hauptspiel, setzt Blizzard auch bei WoW Classic verstärkt auf eSports. In der Vergangenheit wurden lediglich Battlegrounds-Turniere durchgeführt, da WoW Classic nicht viel mehr für den eSports-Bereich zu bieten hatte. Mit Burning Crusade kommt nun aber der Arena-Modus an die Front des “Classic-eSports”. 

 

Besonders interessant wird nun, ob die damaligen Meta-Kombinationen der Arena-Gruppen weiterhin das Schlachtfeld dominieren werden. Oder haben Privatserver-Spieler neue Kombinationen gefunden, die dem inzwischen verstaubten Burning Crusade-Meta neues Leben einhauchen?


Antworten darauf werden wir erhalten, sobald sich das dunkle Portal zum zweiten Mal in der Geschichte von World of Warcraft öffnet. Besser gesagt ein paar Tage darauf, sobald die Spieler auf Level 70 sind. Aber auch das wird um einiges schneller gehen als noch 2007, als Burning Crusade “das erste Mal” erschien.

mm

Severin Stillhard

Online-Redaktor

Angefangen hat die Gamer-Karriere mit Pokémon Rubin. Mittlerweile hat er wohl jeden relevanten kompetitiven Titel ausprobiert aber leider nur mässig Erfolg gehabt. Ist jetzt auch nicht mehr so wichtig, da er nun auf eSports.ch seine Begeisterung für Games mit Menschen teilen kann und man dabei nur gewinnen kann.

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